TKD ist die koreanische Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Wörtlich übersetzt bedeutet: Tae = "mit dem Fuß stoßen", Kwon = "mit der Hand schlagen", Do = "Disziplin", "Weg" oder "Kunst", also "die Kunst des Tretens und Schlagens". Im Vergleich zu anderen Kampfsportarten zeichnet sich TKD aber durch die Häufigkeit der Tritte und seine teilweise spektakulären Sprungtechniken aus. Im modernen TKD unterscheidet man im Allgemeinen vier Diszipilinen: 1. Selbstverteidigung (auch gegen bewaffnete Angreifer), 2. Bewegungsformen (festgelegte Kombinationen von Grundtechniken gegen einen imaginären Gegner), 3. Kampf (Leicht- oder Vollkontakt), 4. Bruchtest (zur Demonstration von Kraft und Präzision). Der TKD-Vollkontakt ist mittlerweile offizielle olympische Disziplin und genießt daher in der Öffentlichkeit die meiste Aufmerksamkeit. Die umfangreiche Ausbildung jedes Sportlers umfasst jedoch alle vier Disziplinen.
Taekwondo kann in jeder Altersklasse betrieben werden. Das zur Zeit jüngste Mitglied im Taekwondoteam Mülheim ist 5, das älteste 45 Jahre alt. Es wird also Sport für jedermann geboten. Die Sportler entscheiden selbst, wie intensiv sie den Sport ausüben wollen. Viele betreiben Taekwondo als Breitensport. Durch die vielseitigen Bewegungen wird der gesamte Körper trainiert. Koordination, Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer werden gefördert. Zusätzlich profitiert man von dem Selbstverteidigungsaspekt der Sportart.